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Schwanfeld - eine moderne Gemeinde mit geschichtlicher Tradition

 

 

 

Im Süden des Landkreises Schweinfurt an der Staatsstraße 2270, fast genau in der Mitte zwischen Schweinfurt und Würzburg liegend, ist die Gemeinde als Sitz eines grenzüberschreitenden Schulverbandes gleichsam Bindeglied der Landkreise Schweinfurt und Würzburg.

Diese Straße, in Jahrhunderten neu trassiert und in der neuen Zeit staubfrei ausgebaut, war schon immer die Lebensader des Ortes, seit im Mittelalter die alte Rompilgerstraße von Norden kommend hier die bereits zur Zeit des Kaisers Friedrich Barbarossa bestehende Verbindung Wüzburg-Bamberg kreuzte. Als Kaiser Maximilian I. im Jahre 1496 die Reichspost als Regals der italienischen Familie der de Taxis übertrug, wurde Schwanfeld Poststation und Schnittpunkt zweier Fernverbindungen (Würzburg - Bamberg und Meiningen bzw. Hildburghausen - Hall bzw. Feuchtwangen-Donau). Heute liegt sie wiederum verkehrsgünstig in dem Autobahndreieck, das im Süden die A3, im Westen die A7 und im Norden die A70 bildet.

Durch die verkehrsgünstige Lage stand die Gemeinde immer wieder im geschichtlichen Geschehen der Jahrhunderte.

Die Gemarkung Schwanfeld ist nach neuesten Forschungen und belegt durch viele Bodenfunde ein bedeutendes prähistorisches Siedlungsgebiet. Der Ort gehört zu den ältesten bäuerlichen Siedlungen in Mitteleuropa. Um 5500 vor Chr. begannen hier Einwanderer der bandkeramischen Kultur mit Ackerbau und Viehzucht, wovon Gefäße, Steingeräte, Haus- und Zaunreste zeugen. Auch aus den folgenden Jahrtausenden und Kulturzeiten konnten Bodenfunde sichergestellt werden, die in den Museen zu besichtigen sind.

772 im Besitz der Reichsabtei Fulda, wurde der Ort nach 1063 staufischer Reichsbesitz und anno 1305 dem hennebergischen Reichslehen Mainberg einverleibt. Schwanfeld wurde 1203 im Nibelungenlied erwähnt, dessen Endfassung unter Mitwirkung Walthers von der Vogelweide entstand. Konrad von Schwanfeld war Burgvogt und Begleiter des Kreuzfahrers und Minnesängers Otto von Bodenlauben. Im Jahre 1234 gründete eine später seliggesprochene Jutta das Zisterzienserinnen-Kloster Heiligenthal. Um 1298 erwähnte Hugo von Trimberg die Sprache des Schwanfelders in Form und Aussage; in dieser Zeit wurden nach der Überlieferung auch die Schwanfelder Juden verfolgt. Im Jahre 1554 kam der Ort in fürstbischöflichen Besitz. Bis 1803 war er Verwaltungssitz des Amtes Klingenberg-Schwanfeld. Seit 1576 hatte der Ort ein eigenes Dorfwappen, das 1962 wieder ministeriell genehmigt wurde.

Vieles in der Gemeinde erinnert an diese reiche Geschichte, steht deshalb auch unter Denkmal- und Naturschutz: Klosterkirche Heiligenthal (1234), der Judenfriedhof (1579), die alte und erweiterte Kirche aus dem Jahre 1603 auf dem Platz der alten Kirchenburg mit Gaden, ein altes Schloss aus dem 15./16. Jahrhundert, ein Rokokohaus, ein Amtsgebäude des Juliusspitals aus dem 16. Jahrhundert, Bildstöcke aus dem 17. und 18. Jahrhundert, Rathaus und Verwaltungsgebäude aus dem 19. Jahrhundert. Die in ihrer Struktur erhaltene Synagoge und die Judenschule erinnern an die dörfliche Gemeinschaft mit einer beachtlichen jüdischen Gemeinde seit Mitte des 13. Jahrhunderts.

Im Heimatmuseum sind zahlreiche Exponate der prähistorischen Zeit zu besichtigen, in zwei Höfen Stücke früherer ländlicher Wohnkultur, viele alte landwirtschaftliche Geräte, vollständige Einrichtungen alter Handwerksbetriebe, wie man dies sonst kaum mehr findet.

Die schnell wachsende Gemeinde, seit 1969 Sitz des Schulverbandes, seit 1980 Sitz der Verwaltungsgemeinschaft und Kleinzentrum, seit 1988 Weinort, hat heute um die 2000 Einwohner. Durch die Erschließung eines weiteren Neubaugebietes ist mit einem kräftigen Wachstumsschub zu rechnen. Der Ort bietet alles, was man von einer modernen Wohngemeinde auf gesundheitlichem, wirtschaftlichem, sportlichem, kulturellem und gesellschaftlichem Sektor erwartet.

Eine Praxis für Allgemeinmedizin, eine Zahnarzt- und eine Massagepraxis sowie eine Apotheke bilden das Rückgrat einer optimalen medizinischen Versorgung der Bürger. Ein großer Verbrauchermarkt, zwei Bäckereien und ein Fleischer-Fachgeschäft sichern die Lebensmittelversorgung auch der umliegenden Ortschaften.

Die Vielzahl von Handels- und Dienstleistungsbetrieben sind nicht nur Anziehungspunkt für Kunden aus der ganzen Region, sondern kommen auch als wichtige Arbeitgeber ihrer gesellschaftspolitischen Verantwortung nach.

Die im Heimat- und Kulturverein zusammengeschlossenen 19 Vereine bieten das ganze Jahr Abwechslung, Unterhaltung, Betätigung und Geselligkeit. Zu einer Attraktion hat sich das neu gebaute Bürgerzentrum entwickelt, das neben einer umfangreichen Gemeindebibliothek mit Phonothek viele Veranstaltungen der Volkshochschule ermöglicht. Kindergarten, Grund- und Mittelschule, Vereine, Konzerte, Theatergastspiele, Lesungen sind Eckpfeiler der kulturellen Arbeit.

Anlässlich des Jahrmarkts stellt die Schwanfelder Geschäftswelt am verkaufsoffenen Sonntag ihre Wirtschaftskraft unter Beweis. Kleintierausstellungen sind weitere nennenswerte Angebote.

Partnerschaften mit Mühleberg/Schweiz und Aubigny/Frankreich führen zu vielen europäischen Begegnungen.

Zahlreiche Spielplätze, Ruhezonen, Grünanlagen, Sportanlagen, Tennisplätze, Bürgerzentrum, Schützenhaus, Jugendheim, Vereinsheime, Radwanderwege, kleine Dorffeste bringen Ruhe und Betriebsamkeit gleichermaßen in den Ort, der sich einmal im Jahr, am vorletzten Wochenende im August, mit offenen Geschäften und Betrieben, mit Festbetrieb und Jahrmarktstreiben der Umgebung und den vielen Gästen öffnet.

Schwanfeld hofft, seinem Status als verbindendes Kleinzentrum zwischen den Landkreisen Schweinfurt und Würzburg gerecht zu werden, und wird auch in Zukunft versuchen, seine Attraktivität weiterzuentwickeln.

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