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Sommer Sonne Biotonne - auch ohne sogenannte Biokunststofftüten gut durch den Sommer


19.07.2017

Bei sommerlichen Temperaturen geht es auch in der Biotonne heiß her. Unangenehme Gerüche entströmen beim Öffnen und ab und zu kommen einem dabei auch kleine weiße Maden entgegen. Diese unliebsamen Gäste entwickeln sich in den Bioabfällen, wenn Fliegen ihre Eier in offen stehende Lebensmittel oder Bioabfälle gelegt haben. Schon nach wenigen Tagen schlüpfen daraus ganze Scharen von Maden. Auch wenn die Maden völlig ungefährlich sind, man möchte sie lieber nicht in der Biotonne haben. Und der Geruch sollte auch in Zaum gehalten werden.
 

Deshalb gibt die Abfallberatung hierzu ein paar Tipps für die Praxis:


Sinnvoll ist es, die Fliegen bereits an der Eiablage zu hindern. Deshalb:

Lassen Sie Lebensmittel (vor allem solche, die tierisches Eiweiß enthalten) nicht offen stehen.

Wickeln Sie Küchenabfälle wie gekochte Speisen, Fleisch- und Knochenreste in Papier (z.B. Tüten vom Bäcker oder Metzger) ein oder verwenden Sie Papiertüten.

Geben Sie nach jeder Entleerung geknülltes Papier in die Biotonne. Papier saugt Feuchtigkeit auf und vermindert so deutlich den unangenehmen Geruch. Außerdem erschwert es die Lebensbedingungen für Insekten.

Halten Sie den Sammeleimer in der Küche und die Biotonne geschlossen.

Stellen Sie die Biotonne - wenn möglich - in den Schatten.

Halten Die den Deckelrand der Biotonne möglichst sauber. Er kann sonst evt. zum bevorzugten Eiablageplatz werden.

Nutzen Sie trockene Gartenabfälle wie z.B. angewelkten Rasenschnitt oder Karton zum Abdecken der Bioabfälle in der Tonne.

Treten dann trotz aller vorbeugenden Maßnahmen Maden auf, hilft das Einstreuen von Branntkalk in die Mülltonne. Branntkalk wirkt zusammen mit Wasser ätzend, deshalb Vorsicht bei der Anwendung. Kalk bindet Wasser und entzieht daher den Maden die lebensnotwendige Feuchtigkeit. Auch Gesteinsmehl ist bei Madenbefall hilfreich. Die genannten Stoffe gibt es im Baumarkt, im Baustoffhandel oder im Gartencenter. Sie helfen gegen die Maden, schaden jedoch nicht dem Biomüll.

Auf andere „Hilfsmittel“ wie Desinfektionsmittel u. ä. muss unbedingt verzichtet werden.

Noch ein wichtiger Hinweis: Bitte nutzen Sie auf keinen Fall die sogenannten Biokunststofftüten. Denn diese können zwar innerhalb einiger Monate verrotten, in der Praxis unserer Biomüllvergärungs- und Kompostierungsanlage dauert das allerdings viel zu lang. So stören sie die Betriebsabläufe ganz erheblich und die Beutelreste müssen am Ende der Kompostierung mühsam vom fertigen Kompost getrennt werden.

Ein Hinweis zum Schluss: Im Landkreis SW gibt es eine Firma, die Tonnen (nach der Entleerung durch die Müllabfuhr) reinigt - auch das kann helfen,  um den Madenbefall im Griff zu halten.
Die Kontaktdaten der Firma finden Sie unter www.madentod.de.

Noch Fragen? Die Abfallberatung, Tel. 09721 / 55-546, hilft gerne weiter.

 



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